Von Carl Hirschmann, der berühmt wurde, als er wegen des Vorwurfs sexueller Aggression auf offener Strasse verhaftet wurde, hat man länger nichts gehört. Ausser, dass er in London lebt. Jetzt gibt es Neues: Carl Hirschmann wird Vater.
Sind die wilden Jahre vorbei für den Jetsetter, dem die "Zeit" attestierte, der sei "der berühmteste Playboy der Schweiz"? Auf der Liste seiner Gefährtinnen stehen schöne Frauen: Paris Hilton, Bianca Gubser, Whitney Toyloy. Im Herbst 2011 wurde Hirschmann vom Bezirksgericht Zürich zu 33 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, 14 davon unbedingt. Er legte Berufung ein und tauschte die Anwältin Dominique von Planta gegen den Anwalt Christoph Hohler ein.
Nach diesem Urteil und dem Tod seines Vaters ging Carl Hirschmann jun. in sich. Er entdeckte die Spiritualität. Mit dem berühmten Fotografen Michel Comte, dessen Frau Ayako, seiner Mutter Elizabeth Hirschmann und ein paar Freunden machte er eine Reise nach Asien. Hirschmann, der vom Gericht als zur "Risikopopulation" gehörend eingestuft wurde, soll geläutert sein. Auch er hat eine zweite Chance verdient. Bald kommt der Nachwuchs, und dazu sei ihm herzlich gratuliert.
Eine Woche nach der Versteigerung von Edvard Munchs "Der Schrei" demonstrierten entlassene Arbeiter in New York gegen den glamourösen Kunsthändler "Sotheby's". Die Demonstranten trugen Nachbildungen des teuersten Gemäldes der Welt in der Hand, in Sprechblasen stand "Sotheby's beutet Arbeiter aus".
Hintergrund: Bei Sotheby's wurden circa 50 Mitarbeiter entlassen und durch billigere Arbeitskräfte ersetzt.
Das Bild "Der Schrei", die Ikone des Entsetzens, wurde für 119,9 Millionen Dollar verkauft, die Provision des Auktionshauses sind 12 Prozent. Bei Werken unter 50'000 Franken sind es 25 Prozent.
Eine ehemaliger Mitarbeiter von "Sotheby's" Schweiz: "Mich hat das Missverhältnis zwischen den Hungerlöhnen für die kleinen Angestellten und den Bonis, die man sich in der Direktionsetage zuschiebt, schon immer aufgeregt."
Kein Tropfen blaues Blut fliesst in den Adern von Prinzessin Karin zu Schaumburg-Lippe, die als Vorzeige-Aristokratin durch die Schweizer Boulevardpresse schwirrt. Den Adelstitel bekam sie von Waldemar zu Schaumburg-Lippe, der Karin Grundmann 2001 zu seiner dritten (oder war es die vierte?) Ehefrau machte. Scheidung ein Jahr später. Karin Grundmann/Schaumburg-Lippe war auch schon einige Male verheiratet. Unter anderem mit dem für seine Abstürze berüchtigten Country- und Schlagersänger Gunter Gabriel.
Dem Hochadel hingegen entstammt Stephanie von Fürstenberg, die auf dem Zürichberg ein zurückgezogenes Leben führt. Die stille Prinzessin ist begeisterte Malerin. Stellt ihre Bilder ab 21. Mai im Goldbach Center in Küsnacht aus.
Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.
Edita Gruberova hat ihr heiss erwartetes Zürich-Comeback erst unter dem neuen Opernintendanten Andreas Homoki im September mit "Roberto Devereux" geplant, jetzt singt sie schon am 11.Mai am Opernhaus. Die Jonas Kaufmann-Gala fällt aus, weil der Tenor erkrankt ist, und die Sopranistin springt ein. Mit Liedern von Franz Schubert und Hugo Wolf und Opernarien.
Auch Leo Nucci, der am 1.Mai, seinem 70.Geburtstag, mit "Rigoletto" seinen Zürich-Abschied gab, kommt wieder. Am 13.Mai, mit Nello Santi am Dirigentenpult. Auch Einspringen für den erkrankten Jonas Kaufmann.
"Rigoletto" mit Nucci und Dirigent Nello Santi war ein Mega-Abend. Alles Top-Form. Zwei Bis. Die Arien "La Donna è mobile" und das Duett "Vendetta" wurden wiederholt. Soviel Grosszügigkeit! Natürlich Standing Ovations. Das Publikum liebt Nello Santi. Mit Grund.
Zwei kurzfristig angesetzte Konzerte mit Philippe Jordan in der Tonhalle geben Anlass zu Spekulationen. Die Tonhalle sucht einen Nachfolger für den nach 16 Jahren zurücktretenden Chefdirigenten David Zinman, 75. Der Tonhalle steht eine Verjüngung bevor. Philippe Jordan gilt als Wunschkandidat. Das Problem: Der 1973 geborene Zürcher hat bereits zwei feste Jobs. Musikdirektor der Pariser Oper, ab 2014 Chefdirigent der Wiener Symphoniker.
Das Tonhalle Orchester lud Philippe Jordan ein, eines der Konzerte zu dirigieren (am 16.Mai), die in der Konzertreihe unter dem etwas betulichen Titel "Klavierfrühling", stattfinden. Ausser Jordan wird auch der Dirigent Lionel Bringuier vorgestellt. Die Gerüchteküche brodelt.
Gestern abend wurde Philippe Jordan in der vollbesetzten Tonhalle umjubelt. Ein Konzert mit dem Philharmonic London Orchestra mit dem Pianisten Oliver Schnyder, veranstaltet von Migros Kulturprozent-Classics. Beethoven, Brahms, Carl Maria von Weber. Philippe Jordan dirigiert mit Kraft, Autorität und jugendlicher Frische. Es ist ein Genuss, ihm zuzuhören. Ausserdem sieht er, schlank und drahtig in seinem Frack und mit seinem coolen Haarschnitt, sensationell gut aus.
Die Tonhalle braucht eine neue Führung, denn auch Intendant Elmar Weingarten, jetzt 70, tritt zurück. Auch dem Saal würde eine Frischzellenkur guttun. Ein wunderschöner Saal, aber er wirkt so düster. Neu streichen, das Gold an den Wänden zum Glänzen bringen. Etwas frische Luft hereinlassen. Die Tonhalle hätte es verdient.
Der Direktor des Hotel "Storchen" Jörg Arnold und seine Frau Inna sind von Horgen in die Stadt Zürich gezogen. An die Olgastrasse, direkt im Zentrum. Wäre nichts Spektakuläres, doch die Wohnung ist eine Wohnung mit Geschichte. Der Hausbesitzer wird froh sein, dass endlich Ruhe einkehrt. Vorher wohnte hier ein Mieter, der die Miete praktisch nie bezahlt hat. Michael Genge, der Zahnarztratgeber, der Schlagzeilen machte, weil er eine über 80-jährige Dame um ihr Vermögen (eine Million Franken) erleichterte und später in Genua verhaftet wurde. Seine Frau Concetta verliess die Wohnung in einer Nacht-und-Nebel-Aktion auf Nimmerwiedersehen. Um die Miete drückte sich der schlaue Genge durch eine Mängelrüge. Im Untergeschoss rieche man die Kanalisation.
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Immer spannende Künstler stellt die Fondation Beyeler in Riehen bei Basel aus. Ab 11. Mai wird es Jeff Koons sein, der wohl bekannteste lebende Künstler. Der 1955 geborene Amerikaner sorgt mit seinen unverkennbaren, die Populär- und Hochkultur verbindenden Kunstwerken (buntlackierte Skulpturen von Affen, Moviestars, Michael Jackson und alltäglichen Kultgegenständen) seit Jahrzehnten für Aufsehen. Eine Zeitlang war er wegen Eheturbulenzen mit dem zur Politikerin mutierten Pornostar Cicciolina in den Schagzeilen. Die Fondation Beyeler zeigt eine umfangreiche Präsentation dreier zentraler Werkgruppen - The New, Banality und Celebration. Jeff Koons persönlich wird an der Ausstellungseröffnung anwesend sein.
Es gibt so viele Zirkusse, aber es gibt nur einen Circus Knie!
Das neue Programm ist phantastisch, das Publikum an der Zürcher Premiere dankte mit Standing Ovations. Alles war da, was in der Zürcher Szene Rang und Namen hat. Von Stadtrat Martin Vollenwyder bis zu den ex-Stadtpräsidenten Thomas Wagner und Josef Estermann. Der autop-Unternehmer Beat Meyerstein in Begleitung der Visagistin und Fotografin Adriana Tripa, die Artisten Dimitri mit Frau Gunda, David Dimitri, Eiskunstläuferin Denise Bielmann in Begleitung ihrer Mutter, Regisseur Michael Steiner, der Schönheitschirurg Christoph Wolfensberger mit Petra, Musiker Pepe Lienhard mit seiner Frau Christine, Freddy Burger. Und natürlich der beste Freund von Marie-José Knie, der Besitzer des Café Felix, Felix Daetwlyer, der mittlerweile aussieht wie Liberace, die amerikanische Musikikone.
Der Circus Knie ist ein Schweizer Vorzeigeunternehmen. Die Familie Knie ist erfolgreich in der sechsten Generation. Ein Vorbild an Disziplin. Ein Vorbild auch an Bescheidenheit.
Seit dem Umbau der Sechseläutenwiese am Bellevue gastiert der Circus Knie auf der Landiwiese. Auch gut. Aber alle freuen sich, wenn er - hoffentlich schon nächstes Jahr, aber sicher im Jahr 2014 - wieder ans Bellevue zurückkommt. Dann ist diese unvergleichliche Circus-Knie-Stimmung mitten in der Stadt. Diese Stimmung, die alle Sinne anspricht. Der Geruch des Circus, die Musik, die aus dem Zelt klingt, die schönen Farben. Und die Anziehungskraft des Zelts, wo mancher an einem schönen Maiabend sich spontan entschliesst, in den Circus zu gehen.
Soviel Dummheit in einem Hirn - wer hätte das gedacht ? Auf den Film "Die Ballkönigin und der Baulöwe" hat man mit Spannung gewartet. Schliesslich kennt, wer in Zürichs Party-Stratosphäre verkehrt, das schillernde Paar Walter und Irina Beller. Grosse Enttäuschung! "Die Pelze haben es bei mir im Schrank besser als im Wald". Irina Bellers Antwort auf die Frage, ob sie nicht ein schlechtes Gewissen habe wegen ihrer vielen Pelze, ist an Dummheit nicht zu überbieten. Ihre Aussage: "Ich sage immer, was ich denke" wird bei dieser Geistestitanin problematisch. Wenn Denken nicht die Kernkompetenz ist, sollte man lieber schweigen.
Und: Wieso wird aus der Ukrainerin plötzlich eine Russin? Haben da die Leute von "Reporter" die beiden Nachbarstaaten verwechselt, oder hat Irina Beller geschwindelt? Was ist Dichtung, was Wahrheit? Irina Beller sagt, sie habe Filmwissenschaft studiert. Das ist neu. Das wussten bisher nicht mal ihre Freunde...
Vielleicht ist es vom Schweizer Fernsehen doch keine gute Idee, Leute zu bringen, die sich bei näherem Betrachten als uninteressant herausstellen. Geld ist super, aber wenn das einzige Interesse Geld ist, dann wird es langweilig.
Andreas Homoki, der zukünftiger Intendant des Zürcher Opernhauses, wird in Berlin, wo er zurzeit noch die Komische Oper leitet, mit einem grossen Geschenk verabschiedet. Es erscheint der opulente Bildband "Andreas Homoki - ein Jahrzehnt Musiktheater an der Komischen Oper Berlin ". Homoki war Chefregisseur und seit der Spielzeit 2003/04 Intendant und hat das Haus entscheidend geprägt. Autor des Buches ist Thomas Flierl, das Buch erscheint im Verlag der Zeit. Ab 2012/13 übernimmt Homoki das Amt von Alexander Pereira, der neuer Intendant der Salzburger Festspiele ist.
Tintenpatronen sind ja nun wirklich kein sexy Thema. Darum stösst Alfred Wirch, Geschäftsführer von Peach Tintenpatronen in Schindellegi, auf wenig Interesse bei den Journalisten, wenn er sie orientiert, dass bei ihm Tintenpatronen um ein Vielfaches billiger sind als anderswo. Dabei kann das Thema durchaus sexy werden, wenn man bedenkt, wieviel Victoria's Secret-Unterwäsche man kaufen kann für das eingesparte Geld...
Spass beiseite. Mancher Verbraucher mag sich wundern, dass auf der Post die Peach-Tintenpatronen, die bis vor kurzem dort verkauft wurden, aus dem Sortiment genommen wurden. Nun, es war ein Pilotprojekt. Ein erfolgreiches. In den 600 grössten Poststellen des Landes wurde die alternative Markentinte zum unschlagbaren Preis von 9,90 Franken pro Patrone verkauft. Peach Tintenpatronen sind mit den wichtigsten Druckermodellen des Marktes kompatibel.
Alfred Wirch, der bei der Stiftung Warentest in Deutschland im Beirat ist, zeigt sich mit dem Pilotprojekt zufrieden. "Ein Prozent der Schweizer haben unser Produkt bei der Post gekauft. Peach wurde als bestes Tintenpatronen-Produkt ausgezeichnet. Wir hoffen, dass die Post ab Ende Mai das Projekt weiterführen wird. Inzwischen kann man die günstigen Patronen im Internet erwerben." www.peach.info
Der Schweizer kauft im Schnitt acht Tintenpatronen pro Jahr. So viele? Wozu ? Er braucht sie für Ausdruck von Schul- und Studienmaterial, für die eigene Buchhaltung wie Steuererklärung und für Computer-Ausdruck von Zeitungen und Zeitschriften und Internet-Texten.
Wenn es um Arthur Cohn etwas still wird, dann dreht er meistens einen neuen Film. So auch jetzt. Der sechsfache Oscar-Preisträger aus Basel präsentiert sein jüngstes Werk. "Russendisko", nach dem Roman von Wladimir Kaminer. Als das Buch 2000 erschien, wurde es sofort ein Bestseller. Es handelt - erzählt in fünfzig Episoden - von jungen Russen, die nach der Wende 1990 in den Westen kommen und sich dort durchschlagen. War das Buch über die mehr oder minder erfolgreichen Glückssucher schon sehr komisch, so soll der Film, der demnächst in die Kinos kommt, eine gelungene Komödie sein. Die Hauptrolle im 100-Minuten-Opus spielt Matthias Schweighöfer, zurzeit Liebling des deutschen Films.
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