Chanel Uhren lud bei Les Ambassadeurs zur Präsentation der neuen Uhrenmodelle mit Keramik-Armbändern. Nur für geladene Gäste, gnadenlos stand die Listenbulle an der Tür und liess keinen ein, der nicht auf ihrem Zettel stand. Es gab Champagner, dann einen 20 Minuten-Vortrag von Stilberater Jeroen van Rooijen zur Frage, wie man stilvoll Uhren trägt. Dann 40-Minuten-Film über die Uhrenherstellung. Dann Fingerfood. Fast alles Krawattenmänner (sprich Business), nicht Aufmarsch von PR-Blondinen und Boutiquenverkäuferinnen, die sonst die Präsentationen und Geschäftseröffnungscocktails stürmen. Fazit: Die Uhren sind nicht unschön, aber schwer. Wer schleppt schon gern soviel herum am Handgelenk? Zweites Fazit, denn der Anlass dauerte: There is no free champagne.
Ob ein Nachtcub im obersten Stock des Bally-Hauses ein Erfolg werden kann, ist eine andere Frage. Dennoch wagen Nachtclubbetreiber das Experiment, nach dem unrühmlichen Abgang von Carl Hirschmann, das Saint Germain an der Bahnhofstrasse wieder zu eröffnen. Die Fortuna-Gruppe, die das "Amber" und das "Jade" führt, übernimmt den Club. Nach Umbauarbeiten soll er im März unter dem neuen Namen "Privé" eröffnet werden.
Kann man denn niemandem mehr trauen ? Christian Hafner, einer der drei Teilhaber der Bank Wegelin, wurde freigestellt. Verdacht der Beihilfe zur Steuerhinterziehung in den USA. Jetzt sind Konrad Hummler und Christian Raubach die mit ihrem privaten Vermögen haftenden Besitzer der Bank, die sich stolz ältestes Bankinstitut der Schweiz nennen darf. Konrad Hummler gerät auch in die Schusslinie der Kritiker. Es wird diskutiert, ob er als Verwaltungsratspräsident der NZZ noch tragbar ist. Ein Banker, der zuviel redet.
Christian Hafner war an vielen Orten präsent. Typisch Banker, immer penibel gekleidet, dazu blendend aussehend und charmant. Bei der Eröffnung der Kunst- und Antiquitätenmesse im Kongresshaus Zürich (im Bild) trat er als Sponsor auf und hielt die Eröffnungsrede. Alle Frauenherzen flogen ihm zu.

Das letzte grosse Rennen von Didier Cuche lässt sich Arnold Schwarzenegger nicht entgehen. Der Terminator ist in Kitzbühel eingetroffen. Schaut sich heute das Hahnenkannrennen an. Der ex-Gouverneur von Kalifornien ist mit seinem Neffen Patrick aus den Kennedy-Clan angereist. Wohnt im Spa-Hotel "A-Rosa".
Das Poloturnier in St.Moritz fällt zwar ins Wasser, zum Glück findet, wie immer,das Gourmet Festival statt. Am 30.Januar. Nach dem WEF in Davos kann, wer Zeit hat, einen Abstecher ins Engadin machen und höchstklassig schlemmen. Jedes Jahr ist das Gourmet Festival in einem anderen der Fünfsterne-Hotels. Diesmal ist das Carlton dran. Es nehmen international renommierte Köche teil. Jeder kocht ein anderes Gericht. Dazu Champagner und Weine vom Besten. Der Eintrittspreis: 175 Franken. Für St.Moritzer Verhältnisse spottbillig. Ist immer sofort ausverkauft.
Wenn Rolf Erb es schafft, schon wieder nicht vor Gericht zu müssen, dann ist das ein handfester Skandal! Der 61-jährige Rolf Erb wohnt mit seiner Lebensgefährtin Daniela Sheridan, 58, nach wie vor auf Schloss Eugensdorf im Thurgau. Sheridan war früher Angestellte am Zürcher Universitätsspitel und Societygirl, heute ist sie die Mutter von Erbs Zwillingssöhnen.
2004 legten die Winterthurer Unternehmer Rolf und Christian Erb eine Zwei-Milliardenpleite hin. Betrug, Urkundenfälschung, Gläubigerschädigung wird ihnen vorgeworfen. Am Montag soll der Prozess beginnen. Jetzt wechselt er seine Anwälte. Ein Schachzug! Die neuen Anwälte müssen sich erst durch die 400 Ordner Anklageschrift arbeiten, damit hofft er den Prozessbeginn zu verzögern.
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Die Promis und Zaungäste, die sich auf die traditionelle Drei-Tage-Party in Top of the World freuten, müssen sich ein neues Programm einfallen lassen. Das Poloturnier in St.Moritz vom 26. bis 29. Januar wurde jetzt endgültig abgesagt. Das Eis auf dem See ist zu dünn.
Erstmals wurde das Russische Neujahr im Hotel Storchen gefeiert - besser hätte der Start nicht sein können. Hoteldirektor Jörg Arnold, seine schöne Frau Inna, ex-Stadtpräsident Elmar Ledergerber, man feierte und tanzte bis in die frühen Morgenstunden. Ihor Dir, der Botschafter aus der Ukraine, war Ehrengast. Seine Frau Galina (auch sie eine Schönheit), ausgebildete Pianistin und Sängerin, sang ein ukrainisch-russisches Volkslied. Das Botschafter-Paar hat eine acht Monate alte Tochter. Viermal wurde mit Wodka auf das Neue Jahr angestossen. Um neun Uhr, als es in Moskau Mitternacht war, eine Stunde später für Minsk, dann Kiew, schliesslich Zürich. Was für ein riesiges Land! Mit vielen, vielen schönen Frauen, von denen einige an diesem Abend im Storchen waren. Ein lustiger Abend! Russsisches Essen, russische Lieder, russische Disco, russische Lebensfreude. Die Männer, die nicht da waren, haben etwas verpasst.
Im Kommentar über die Causa Philipp Hildebrand, den Thomas Borer in der heutigen NZZ verfasst, schreibt der ex-Botschafter eindeutig über sich selbst. Es braucht nicht einmal Westentaschen-Psychologie-Kenntnisse, um das zu merken. Die Schweiz tue sich schwer mit charismatischen Persönlichkeiten, alles, was die Normen sprengt, werde abgesägt. "Die Konkordanz fördert den Durchschnitt", so der Titel des Kommentars. Ein Thomas Borer mag Verdienste um die Schweiz haben, mit einem Mann von der Brillanz eines Philipp Hildebrands kann er sich nicht vergleichen. Eins haben die beiden gemeinsam: Beide stolperten letztendlich über eine Frau. Bei diesen "Cherchez la femme"-Affären gibt es doch Unterschiede. Kashya Hildebrand, die internationale Kunsthändlerin und frühere Hedgefond-Managerin, hat ein ganz anderes Format als Shawne Fielding, die mehr wie ein durchgeknalltes Partygirl wirkte als eine Botschaftergattin.
Die Causa Hildebrand ist ein unschöne Sache, und macht die ganze Schweiz traurig. Alle hoffen, das Philipp Hildebrand, wie er der Nation beteuert, wirklich nicht gelogen hat. Dass die Finanztransaktionen seiner Frau untersucht werden müssen, steht ausser Frage. Deshalb: Den Medien die Schuld zuzuschieben, ist absolut unfair. Es ist journalistische Pflicht, darüber zu schreiben, wenn man Missstände entdeckt. Der Journalist, der das nicht tut, hat seinen Beruf verfehlt.
Aufhorchen lässt auch, dass die NZZ heute schreibt, Thomas Borers "diplomatische Karriere wurde durch eine Medienkampagne gestoppt". Waren es nicht seine Frauengeschichten, die Thomas Borers diplomatische Karriere stoppten ? Es sind einfach nicht immer die Medien !!!
Weinverkostung für 790 Franken pro Person im Baur au Lac, das ist eine exklusive Sache. Die Platzzahl ist beschränkt. Geboten wird einiges. Aus der Domaine Armand Rousseau gibt es Chambertin Grand Cru aus den Jahren 2007, 2006, 2005, 2003, 2002, 2000, 1999, 1991. 1988. 1983. Ein Fest für die Liebhaber feinster Burgunder, Eric Rousseau, der Besitzer des Weinbergs, wird persönlich die Vertikalverkostung am 22. März leiten. Zwischen den Serien gibt es kulinarische Köstlichkeiten aus der Fünf-Sterne-Küche des Baur au Lac.
Wer die Weinverkostung etwas günstiger will, muss schon am 23. Januar ins Baur au Lac. Dort ist das Testtrinken gratis. Mehr als 50 Weine aus der Weinhandlung Baur au Lac können degustiert werden. Nur für Geladene! Aber vielleicht kennt man jemanden, der einen mitschleppt.
Der Sänger Christian Jott Jenny ist als Tenor aktiv und als Kultur-Unternehmer multiaktiv. Man kennt den 34-Jährigen vor allem als Gründer und Organistor des Engadiner Festival da Jazz, das im Sommer den Dracula Club in St.Moritz belebt. Damit hat sich Christian Jott Jenny hohe Verdienste um den Nobelort erworben. Im Kulm Hotel St.Moritz kümmert er sich um die Miles Davis Lounge, die Raucherecke im Nobelhotel. Jenny kann einfach nicht stillsitzen, ohne dass etwas läuft. So organisiert er am Wochenende eine grosse Sause im Kulm. Nur die Gästeliste ist etwas schwach. Prinzessin Karin zu Schaumburg-Lippe steht zuoberst, daneben DJ Antoine. Für St.Moritz, wo es nur so wimmelt von echten Prinzessinnen (die Fürstenbergs, die Thurn & Taxis, die Liechtensteins und die Prinzen von Jugoslawien), ist die als Karin Grundmann geborene Handtaschen-Händlerin, die sich dank einer 2001 geschlossenen Ehe mit Prinz Waldemar zu Schaumburg-Lippe (Scheidung: 2002) Prinzessin nennen darf (sehr zum Aerger der echten Schaumburg-Lippes), keine grosse Ausbeute. Nun, es ist halt Zwischensaison...
Jetzt macht die Wiener Staatsoper etwas, was das Zürcher Opernhaus schon lange macht. An spielfreien Abenden finden Liederabende oder Konzerte statt. Michael Schade wird singen, der Pianist Rudolf Buchbinder wird auftreten, und auch Edita Gruberova hat sich angesagt.
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